Stressopfer zu Guttenberg

Geschrieben von: am 11. Mai 2011 um 15:20

Im Abschlussbericht der Universität Bayreuth über die von Karl-Theodor zu Guttenberg eingereichte Arbeit zur Erschleichung eines Doktortitels ist auch ein missglückter Rechtfertigungsversuch des überführten Betrügers und Lügners enthalten. Demnach habe zu Guttenberg  bei seiner wissenschaftlichen Ausarbeitung extremen Stress aushalten müssen. Der Druck aus Familie und Beruf (Welcher?) sei so hoch gewesen, dass es zu einer chaotischen Arbeitsweise gekommen sei.

Wie gut, dass Frau Bundeskanzlerin nicht den arg unter Druck gestandenen Wissenschaftler mit chaotischer Arbeitsauffassung eingestellt hatte, sondern den entspannten und telegenen Leichtfuß Karl-Theodor zu Guttenberg, dessen unübersehbare Fähigkeiten als politischer Kompetenz-Kompetenzler und Sprachwahrer sie in ihrer Personalentscheidung bestärkten.

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Über den Autor:

André Tautenhahn (tau), Diplom-Sozialwissenschaftler und Freiberuflicher Journalist. Seit 2015 Teil der NachDenkSeiten-Redaktion (Kürzel: AT) und dort mit anderen Mitarbeitern für die Zusammenstellung der Hinweise des Tages zuständig. Außerdem gehört er zum Redaktionsteam des Oppermann-Verlages in Rodenberg und schreibt für regionale Blätter in Wunstorf, Neustadt am Rübenberge und im Landkreis Schaumburg.
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Kommentare

  1. Careca  Mai 11, 2011

    Verlogene Scheiße. Wie heißt es bei Bewerbern für einen neuen Job, wenn der Bewerber sagt, er hätte für sein Studium arbeiten müssen und hätte deswegen erstens länger gebraucht und zweitens deswegen eine schlechtere Note? “Wir haben alle während des Studiums arbeiten müssen. Diese Ausrede zählt nicht.” Aber bei KTG soll sie gelten? Der blaublütige Sohn reicher Eltern, der nie wirklivh ein entbehrungsreiches Studentenleben führte und den sein Vazer zur Beendigung der Promotion drängte …