Nennen wir sie Margot, Margot von der Leyen

Geschrieben von: am 27. Jun 2011 um 10:58

Das Bildungspaket für arme Kinder ist zu dem teuren Flop geworden, wie er von vielen erwartet wurde. Nur Frau von der Leyen gibt nicht auf und hofft dennoch auf eine Zunahme der Abnahmequote durch gezieltes Aufsuchen der betroffenen Eltern durch Sozialarbeiter.

„Wenn Info-Briefe und gezielte Ansprache in Schulen und Kitas nicht reichen, müssen Sozialarbeiter eben vor der Tür stehen und beiden Eltern nachfassen,“ sagte von der Leyen der „Bild“-Zeitung.

Der Erfolg des Paketes hänge davon ab, „wie intensiv sich die Ämter um die Familien bemühen“, so die Ministerin: „Es geht um die Zukunftschancen der Kinder, damit sich das Hartz-IV-Schicksal ihrer Eltern nicht wiederholt.“

Quelle: Welt Online

Nennen wir sie doch Margot von der Leyen, in Anlehnung an jene Giftspritze, die Erich Honecker sein Weib nannte und der ebenfalls Kinder aus bestimmten Gruppen der Bevölkerung besonders am Herzen lagen. Wenn man die Familien schon aufsucht und zu ihrem Glück gegen Androhung von Leistungskürzungen zwingen will, ein nutzloses Bildungspaket in Anspruch zu nehmen, dann kann doch der nächste Schritt nur lauten, die Zwangstrennung der Kinder von ihren uneinsichtigen Eltern in die Wege zu leiten.

Es gibt Wissenschaftler wie Hilmar Schneider, die Arbeitslose versteigern lassen wollten, es gibt FDP-Schnösel wie den Bremer Oliver Möllenstedt, die die Gesundheitsämter anweisen wollten, die Kosten für Verhütungsmittel bis hin zur Sterilisation bei Hartz-IV-Empfängern zu bezahlen, und es gibt eine Bundesministerin, die nicht Müde wird, den betroffenen Menschen und dem Grundgesetz mit kaltherziger und berechnender Verachtung gegenüberzutreten.

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Über den Autor:

André Tautenhahn (tau), Diplom-Sozialwissenschaftler und Freiberuflicher Journalist. Seit 2015 Teil der NachDenkSeiten-Redaktion (Kürzel: AT) und dort mit anderen Mitarbeitern für die Zusammenstellung der Hinweise des Tages zuständig. Außerdem gehört er zum Redaktionsteam des Oppermann-Verlages in Rodenberg und schreibt für regionale Blätter in Wunstorf, Neustadt am Rübenberge und im Landkreis Schaumburg.
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Kommentare

  1. Werniman  Juni 27, 2011

    Die Politiker reisen in ihrer Entwicklung immer weiter zurück. Erst verkündigen sie die Wiedereinführung diverser Sachen aus DDR-Zeiten als ihre Erfindung (z.B. die geplante Zusammenlegung von Haupt- und Realschule zur Oberschule), dann planen sie Hartzer als Sklaven zu versteigern oder per Zwangskastration an der Fortpflanzung zu hindern. Wir sind nicht mehr weit davon entfernt,daß Hartzer in Viehwagons deport…äh…“gerettet“ werden und dann erstmal zum Duschen geschickt werden.

    • Ormuz  Juni 27, 2011

      Wenn das so weiter geht, kann man sich das am Ende bald sparen ….

  2. Arnold  Juni 28, 2011

    Ich glaube nicht dass sie kaltherzig ist. Bei all der Mühe die sie sich gibt den ärmsten ein paar Groschen zukommen zu lassen. Sie ist nur Wirklichkeitsfremd.